Logo, Markenentwicklung

Robert Förstemann – Markenlogo für eine Bahnrad-Legende

Bahnradsportler in Camouflage-Trikot vor Rennrad, daneben rundes Logo Robert Förstemann

Robert Förstemann ist einer der erfolgreichsten deutschen Bahnradsportler: Teamsprint-Weltmeister 2010, dreifacher Europameister, rund 100 nationale und internationale Medaillen in einem Vierteljahrhundert Leistungssport — und nebenbei der Mann, dessen Oberschenkel ihm den Spitznamen „Quadzilla" und regelmäßig Schlagzeilen einbrachten. Ein gebürtiger Ostthüringer übrigens, großgeworden beim SSV Gera. Für so jemanden ein Markenlogo zu gestalten heißt: Die Person ist die Marke. Man darf nichts erfinden, nur verdichten.

Eigene Glyphen für eine eigene Klasse

Das Logo besteht aus individuell entwickelten Glyphen — keine Schrift von der Stange für einen Athleten, der in seiner Disziplin eine eigene Kategorie war. Es musste überall funktionieren, wo ein Profisportler stattfindet: auf dem Trikot, im Sponsorendeck, im Social-Media-Profil, auf Merchandise. Klein, kräftig, unverwechselbar. Wie sein Träger.

Die Marke überlebt die Karriere

Hier wird es interessant: Die klassische Bahnrad-Karriere ist beendet — Förstemann hat sich neu erfunden, mit einer halben Million Followern auf Instagram, Paralympics-Bronze 2024 als Pilot im Paracycling und eigenem Merchandising-Geschäft. Und das Logo? Fährt einfach weiter. Was ich für den aktiven Profi gestaltet habe, ist heute das Branding seiner Produkte. McCroneDeWiki
Das ist die eigentliche Pointe guter Markenarbeit für Sportler: Ein Trikot-Sponsor wechselt, ein Verein wechselt, irgendwann wechselt sogar die Disziplin. Ein gut gebautes Zeichen bleibt — und trägt das Geschäft danach. Karrieren enden. Marken nicht, wenn man sie richtig baut.