Logo, Typografie
INO Berlin-Brandenburg – Typografisches Logo
Manche Logos gestalten ein Produkt. Dieses gestaltet ein Problem: In den ländlichen Regionen Ostdeutschlands sind Patienten medizinisch massiv unterversorgt. Die Wege sind weit, die Fachärzte sitzen in den Metropolen. Die International Organisation for Non-Metropol Medicine — kurz INO — will das ändern. Gegründet von Prof. Dr. Ivo Buschmann, Angiologe und Klinikdirektor an der Medizinischen Hochschule Brandenburg, einem der weltweit führenden Köpfe seines Fachs. Wir arbeiten seit meiner Hamburger Zeit zusammen — seit rund 2007, über viele gemeinsame Projekte. Wer sich so lange kennt, braucht keine langen Briefings mehr.
Große Buchstaben, kleine Quadrate
Das Logo erzählt die Struktur der Versorgung. Die großen Buchstaben stehen für die Metropolen — massiv, präsent, unübersehbar. Die kleinen Quadrate docken an: die ländlichen Zentren, die an das System angeschlossen werden. Was in der Realität fehlt, stellt die Wortmarke her — Verbindung.
Jeder Buchstabe ist eigens entwickelt. Keine Schrift von der Stange, keine Medizin-Klischees, kein Kreuz, kein Äskulapstab. Eine geometrische Wortmarke, die auch neben Universitätslogos und Klinik-Briefköpfen besteht — dort, wo sie arbeiten muss.
Ein Logo für ein ambitioniertes Vorhaben
Wer die Versorgungslücke zwischen Stadt und Land schließen will, braucht keine dekorative Marke, sondern eine, die das Vorhaben ernst nimmt. Reduktion war hier keine Stilfrage. Sie war die Aufgabe.
Eine Zusammenarbeit, die trägt
INO ist nicht das erste gemeinsame Projekt. Auch das Deutsche Angiologie Zentrum Brandenburg–Berlin trägt meine Handschrift: Logo und Website des DAZB stammen aus meiner Werkstatt. Medizin ist ein Feld, in dem Vertrauen langsam wächst und schnell verspielt ist — für die Gestaltung gilt dasselbe. Fast zwanzig Jahre kontinuierliche Zusammenarbeit sind das beste Referenzschreiben, das es in diesem Metier gibt.